Die 4. Welt: Antarktis

Die 4. Welt: Antarktis

 

 

Die Antarktis (wörtlich: Gegen-Arktis) umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meergebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit bis 66° 33' südlicher Breite. Als geografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher Breite, wo das kalte antarktische unter das wärmere subtropische Oberflächenwasser absinkt.

In der Mitte der Region liegt der Kontinent Antarktika, für den jedoch fälschlicherweise meist selbst die Bezeichnung Antarktis verwendet wird.

Die Antarktis wurde ab 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern erschlossen. 1958 wird im Antarktisvertrag der politische Status der Antarktis geregelt.

Geografie

Übersicht

Die Antarktis als astronomische Zone umfasst 21,2 Millionen km2; die physisch-geografische Region ist 52 Millionen km2 groß. Antarktika ist mit fast 13,2 Millionen km2 etwa 2,7 Millionen km2 größer als Europa. Die exakte Größe ist nicht genau bekannt, da sich unter dem Schelfeis Wasser befindet. Man unterteilt den Kontinent in einen West- und einen viel größeren Ostteil. Das höchste Gebirge ist das 5.140 m hohe Vinson-Massiv mit dem Mount Vinson im Westen (mitunter werden auch 4.897 m angegeben), der tiefste Punkt ist mit 2.538 m unter dem Meeresspiegel der subglaziale (unter dem Eis liegende) Bentleygraben im Ostteil der Antarktis.

Abgesehen von vielen kleineren Inseln ist der nächste Punkt eines anderen Kontinents Feuerland an der Südspitze Südamerikas, danach das Kap der guten Hoffnung, Tasmanien und Neuseeland.

Aufteilung

Die Antarktis ist in mehrere große Gebiete, Meere und Schelfs unterteilt (alphabetisch sortiert):

Landschaften, Gebirge und Hochländer

  • Adelieland
  • Amerikanisches Hochland
  • Antarktische Halbinsel
  • Antarktische Hochsee
    • Grahamland
    • Palmerland
  • Byrd-Land (siehe Marie-Byrd-Land)
  • Coatsland
  • Dronning-Maud-Land
  • Edith-Ronne-Land
  • Ellsworthland
  • Enderbyland
  • Kaiser-Wilhelm-II.-Land mit Gaussberg
  • Königin-Maud-Land
  • Marie-Byrd-Land
  • McMurdo-Sund
  • Neuschwabenland
  • Polarplateau
  • Princess-Elisabeth-Land
  • Prinz-Charles-Mountains
  • Transantarktisches Gebirge
  • Victorialand
  • Wilkesland

Inselwelt

Einige Inseln vor der Küste der Antarktis:

  • Alexander-I.-Insel
  • Balleny-Inseln
  • Berkner-Insel
  • Elephant Island
  • Ross-Insel
  • Südgeorgien
  • Südliche Orkneyinseln
  • Südliche Shetlandinseln

Gletscher

In den Randgebieten der Antarktis bewegen sich ihre Eismassen in Form von zahlreichen Gletschern in Richtung der Küsten des Arktischen Ozeans; dazu zählen:

  • Lambert-Gletscher - längster und größter Gletscher der Erde
  • Beardmore Gletscher

Schelfe

Im Küstenbereich  der Antarktis - also unter anderem in den Buchten des Südpolarmeers - befinden sich die Eismassen der Schelfe, die unter anderem von den Gletschern gespeist werden; dazu zählen:

  • Amery-Schelfeis
  • Filchner-Ronne-Schelfeis
  • Larsen-Schelfeis
  • Riiser-Larsen-Schelfeis
  • Ross-Schelfeis

Meere

Die Antarktis ist umgeben vom "Südlichen Ozean".

  • Amundsensee
  • Bellingshausensee
  • Davissee
  • Rossmeer
  • Weddell-Meer

Ein Kontinent unter dem Eis

Das auffälligste Merkmal des antarktischen Kontinents ist die beinahe völlige Vereisung. Rund 90 % des irdischen Eises und 75 % der weltweiten Süßwasser-Reserven sind in der bis zu 4,5 km dicken Eisdecke gespeichert. Im antarktischen Winter erstrecken sich die Schelfeisgebiete weit ins Meer, die Eisdecke erstreckt sich dabei auf ein Gebiet von bis zu 30 Millionen km2. Nur etwa 280.000 km2 des Kontinents sind eisfrei, was etwa 2,4 Prozent der Gesamtfläche entspricht. Die mächtigsten Eisschichten liegen im Adelieland im Ostteil. Nur etwa 400 km von der Küste entfernt befindet sich ein tiefer subglazialer Graben, über dessen Grund sich das Eis 4.776 m hoch erhebt. Die dünnsten Eisschichten findet man über den bis zu 3.500 m hohen subglazialen Gebirgen im Inneren des Kontinents.

Ohne Eisdecke würden die Umrisse des Kontinents vollkommen anders aussehen als sie üblicherweise dargestellt werden. Westantarktika würde in drei große Teile zerfallen: die Antarktische Halbinsel, Marie-Byrd-Land und das Vinson-Massiv. Ostantarktika bestünde aus einer Landmasse mit riesigen Buchten (z. B. Aurora Subglacial Basin und Wilkes Subglacial Basin) und Fjorden (z. B. an der Stelle des heutigen Amery-Gletschers oder unter dem Südpol). Die ostantarktische Landmasse wäre übersät mit vielen Seen und Binnenmeeren, deren Grund teilweise weit unter den Meeresspiegel reicht. Ostantarktika sähe ähnlich aus wie heutzutage Kanada und Finnland.

Eisberge

Typisch für die Antarktis sind riesige Tafeleisberge, die regelmäßig vom Schelfeis abbrechen („kalben“) und auf dem Meer treibend Tausende Kilometer zurücklegen können. Es kann mehrere Jahre dauern, bis ein großer Eisberg vollständig geschmolzen ist; allerdings kann ein großer Eisberg leicht in mehrere kleine auseinanderbrechen, zum Beispiel durch differenzielle Meeresströmungen. Diese Langlebigkeit großer Eisberge lieferte auch die Grundlage futuristischer Vorhaben, Eisberge als Süßwasserspeicher, etwa mit Schleppern, nach Afrika oder in andere Trockengebiete zu transportieren.

Am 30. April 1894 wurde mitten im Atlantischen Ozean bei 26° 30' S, 25° 40' W (südöstlich von Trindade) ein Eisberg gesichtet; es war die nördlichste Position eines antarktischen Eisberges, die je aufgezeichnet wurde.

Antarktis, zweiter Teil

 

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