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DIE 4. WELT
Erster Teil: Die Entdeckung
398 Seiten
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Ein kleines Dorf auf einer Halbinsel
der Antarktis vor 12000 Jahren, das von einem selbstgerechten und beinahe
allmächtigen "Richter" beherrscht wird, der niemanden aus "seiner" Stadt
herauslassen will, um ein Geheimnis zu bewahren, an das sich nur noch die
Ältesten erinnern. Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte, die mit drei
abtrünnigen jungen Männern beginnt, die auf einem Schrottplatz ein
altersschwaches Schiff gestohlen haben und damit in eine ihnen unbekannte
See gestochen sind, um das Land zu finden, dass sie auf einer "zufällig"
vor einem Wirtshaus gefundenen Landkarte entdeckt haben. Bevor sie
allerdings das aufgezeichnete Land erreichen und ihren Fuß darauf setzen
können, werden sie von den Schergen des Richters abgefangen, in das
verhasste Dorf zurückgebracht und ins Gefängnis geworfen. In einem
Schauprozess werden sie zu mehreren Monaten Feldarbeit verurteilt. Auch
Temya, die ärgste Gegnerin des Richters und ständige Pflichtverteidigerin
auswanderungswilliger ... konnte den strengen Herrn der Stadt nur das
Zugeständnis abringen, das die Karte, die er nach Ergreifung der drei
Ausreißer an sich genommen hat, einem größeren Publikum zur Ansicht
vorzuzeigen. All diese Vorkommnisse wecken beim elfjährigen Marifo,
der Hauptperson, des ersten Teiles, Erinnerungen an die
Gute-Nacht-Geschichten seines bei einem Minenunglück ums
Leben gekommenen Vaters, die von goldenen Städten und
fliegenden Maschinen handelten und die eigentlich vom Richter
strengstens verboten waren, aber das Interesse war unwiderruflich geweckt!
Er hielt die Geschichten seines Vaters immer für wahr, ganz im Gegenteil
zu seiner gleichaltrigen Schwester Panifa, die ihn deswegen allenthalben
auslachte. Jetzt sah er die Chance, ihr das Gegenteil zu beweisen. So
machten sie sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Flugmaschine ...
Schließlich landeten sie bei Tiamat, dem vom Richter meist gehassten
Menschen, den er schon oft versucht hatte zu "beseitigen", weil er ihn als
den Hauptschuldigen am Untergang der fortgeschrittenen Kultur, in der sie
vor vom Richter totgeschwiegenen Katastrophe gelebt haben, ansah. Tiamat
wohnt in einem kleinen Holzhaus am Rande der Stadt und ist durch die
ständigen Hasstiraden des Richters auch bei den anderen Dorfbewohnern zur
Unperson geworden. Die von allen Vorurteilen noch unbelasteten Marifo und
Panifa werden Ohrenzeugen der für sie unglaublichen Geschichten, die der
greise Tiamat zu berichten hat...
Zwei Themenschwerpunkte beherrschen die
"4.Welt". Einmal die durchaus überzeugende Atlantistheorie von Rand und
Rose Flem-Ath, die die versunkene Stadt an den Rand der Antarktis verlegt haben...;
und die indische Mythologie des
Mahabharata, des indischen Nationalepos', das mit einer der Hauptpersonen,
Arjuna, eine faszinierende Gestalt vorzuweisen hat, die die Weisungen des
Gottes Krishna entgegennehmen darf. Die "Hauptstadt", das "Atlantis" in
der Antarktis, wird beherrscht von einer Frau, Navayana, die Nietzsches
Willen zur Macht vollkommen in sich aufgenommen hat und ihn durch ihre
unwiderstehliche Persönlichkeit auch auf den Großteil der
Hauptstadtbewohner übertragen konnte. Arjuna und Navayana haben die Welt
unter sich aufgeteilt und streiten seit Jahren um jeden Zentimeter Land,
sei es auch der uninteressanteste Streifen Wüste.
Die Tatsache, das zwischen Platons
Bericht von Atlantis, dem einzigen literarischen Werk der Antike über
dieses Thema, in dem dieser Name auftaucht, und dem tatsächlichen Ereignis
des Unterganges von Atlantis - das zu Platons
Zeiten bereits 9000 Jahre zurücklag - bereits so viel Zeit vergangen ist,
das niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, was wirklich passiert ist oder
ob es Atlantis wirklich gegeben hat, hat mich besonders fasziniert. Die
Unmöglichkeit, Tatsachen über eine so lange Zeit wahrheitsgetreu
überliefern zu können, lässt die Möglichkeiten für eine fantastische
Geschichte über eine vergessene Katastrophe, die vor undenklichen Zeiten
stattgefunden, und eine Hochkultur, die vielleicht tatsächlich so oder so
ähnlich existiert hat, aber niemals bewiesen werden kann, besonders
interessant erscheinen...
Die Hauptcharaktere des ersten Teils
werden hier genauer beschrieben
Was ab dem zweiten Teil passiert:
Dreißig Jahre sind seit der
geheimnisvollen und den meißten unbekannten Katastrophe vergangen, von
derMarifo und Panifa so verzweifelt etwas erfahren wollen. Tiamat, der
"ständige Unruheherd, der die Sicherheit und den Frieden der Stadt
gefährdet", wie der Richter sagen würde, berichtet den beiden neugierigen
Kindern von den Geschehnissen, die lange vor ihrer Geburt passiert
waren...
Navayana, die eine veritable Vorgängerin von
Niezsches Zarathustra ist, hat durch ihren bedingungslosen allen anderen
weit überlegenen Willen zur Macht den Thron der Hauptstadt nach dem Tod
ihres Vaters übernommen, obwohl es eigentlich nur Männern gestattet ist,
die Thronfolge weiter zu führen, aber ihrer ausdrucksstarken
Persönlichkeit sind die alten "Schlachtrosse", die die Herrschaft
beanspruchen, nicht gewachsen. Navayanas Vater war ein eisener Verfechter
der "alten Lehre", die noch direkt den persönlichen Worten Poseidons
entnommen war, als er vor undenklichen Zeiten die Vorfahren der
heutigen Hauptstadtbewohner mit seinen zehn Söhnen besuchte und die ganz
auf Ausgleich und Friedenssicherung ausgerichtet war. Allerdings gab es zu
seiner Zeit noch keinen Arjuna, der die Grenzen des Hauptstadtreiches
ständig attackierte und ihren Einflussbereich allenthalben verkleinerte.
Navayana will sich dieser Gefahr nicht weiter unerwidert ausetzen und
kreiert eine "neue Lehre", agressiever und nationalistischer, als die
bisherige. Salia, die Frau des noch jungen Tiamat, ist eine eiserne
Verfechterin der alten Lehre und leidenschaftliche Gegnerin Navayanas. Der
Zwiespalt der beiden Weltanschauungen spaltet die Stadt und lässt eine
latente Spannung entstehen, die den weitestgehend atheistischen Tiamat
zwischen alle Stühle manövriert. Als Arjuna einen gut vorbereiteten
Überraschungsangriff auf die Hauptstadt startet, wird Tiamat unerwartet zu
einem entscheidenen Faktor im Spiel zwischen Poseidon und den
"Hunderttausend", den Göttern Arjunas...


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